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Studenten - Lexikon

Lexikon couleurstudentischer Begriffe

AC Aktiv Convent
ad profundum lat.: bis zum Tiefsten (Boden des Glases)
Aktiver vollberechtigtes und voll verpflichtetes Mitglied einer Korporation
Aktivitas studierende Mitglieder einer Korporation, bestehend aus Füchsen, Aktiven und Inaktiven
Alter Herr 'AH', Im Berufsleben stehendes Mitglied eine Verbindung, siehe auch `Philister'. Bei Studentinnenverbindungen nicht analog 'Alte Frau', sondern 'Hohe Dame'.
alma mater lat.: Nährende Mutter. Ursprünglich segenspendende altrömische Gottheit; seit der Frühneuzeit ehrende Bezeichnung für die Universität, die auf die quasi persönliche Beziehung zwischen Student und Hochschule hinweisen sollte.
Amicitia Die Freundschaft der Cartell- und Bundesbrüder untereinander bilden das integrierende Moment zwischen den Mitgliedern des Verbandes. Sie ist die Grundlage der gegenseitigen Unterstützung der Mitglieder. Dies setzt das Bemühen jedes einzelnen voraus, den Egoismus und dessen isolierende Wirkung abzubauen und somit die aus Selbstsucht resultierenden Einzelinteressen hinter Gruppeninteressen zurücktreten zu lassen. "Freiwillig mehr zu tun, als ein anderer erwartet." - Amicitia bedeutet auch: Lebensbund!
Band

Schmale Schärpe, ca. 28 mm breit, in den Verbindungsfarben, wird als äusseres Zeichen der Zugehörigkeit zu einer (farbentragenden) Verbindung getragen.
Der Sinn des Bandes : Alle Brüder des Bundes
Entstehung aus farbigem Band der Ordenskreuze, Schärpen der französischen Revolution, Uhr und Stockbänder, Wehrgehänge.....

Man unterscheidet drei Arten von Bändern (nach Breite):

Bierband Burschenband, dreifarbig, breit auch: Leibzipfel
Weinband zum Frack / Smoking waagerecht getragen, auch: Weinzipfel
Sektband "das typische Damenband" auch: Sektzipfel

 

Weitere Bänder:  
Fuchsenband zweifarbig, von der rechten Schulter zur linken Hüfte
Burschenband dreifarbig, von der rechten Schulter zur linken Hüfte
Ehrenband bestickt, von der linken Schulter zur rechten Hüfte
Funktionsbänder (werden quer getragen)

 

Senioratsband  
TCV-Band, der Phil X der Verbindung  
Fuchsenband des FM  

 

Bandinhaber
Verkehrsaktive, die nach mindestens 2 Semestern aktiver Mitarbeit ernannt wurden. Über die Aufnahme entscheidet der BC (Burschenkonvent).

Barett Federhut der Studenten; wird zum Wichs getragen
Betbuchse siehe `Bibelbuchse'
Bibelbuchse boshaft für konfessionell gebundene (christliche) Verbindungsstudenten
Bier lat.: biber = Trank. Beliebtes studentisches Getränk, aus dem germanischen Met durch Beigabe von Hopfen entwickelt.
Bierjunge herausfordernder Zuruf an der Kneiptafel, der als schwache Beleidigung aufgefasst wird. Der Beleidigte ernennt einen Unparteiischen, der das Kommando über den umgehend nach dem Biercomment auszuführenden Bierjungen übernimmt. Er schliesst mit der Bekanntgabe des 1. und 2. Siegers.
Bierfuchs   Bierfüchse sorgen bei Kneipen und Kommersen für die Getränkeversorgung
bierkrank (bierimpotent) Unfähigkeit zum Genuss alkoholischer Getränke
Biermimik unterhaltsame Einlage auf Kneipen (im inoffiziellen Teil)
Bierminute Zeiteinheit auf Kneipen: 5 Bierminuten entsprechen 3 Zeitminuten.
Biernagel Ziernagel auf den Einbänden eines Buches zum Schutz desselben gegen Nässe auf den Tischen.
Biername siehe 'Vulgo'
Bierorgel Kneipklavier
Bierorgler Klavierspieler
Bierstrafen Es gibt drei Stufen von B.: 1. das Löffeln, bzw. in die Kanne schicken; 2. der Bierverschiss; 3. das Biergericht. Harte Bierstrafen - vor allem die letzteren - sind bei Al! kaum noch üblich.
Biervater siehe 'Leibbursche'
Blume eigtl.: das Beste einer Sache; daher der Schaum auf einem frischen Glas Bier.
Brandfuchs Fuchs in seinem 2. Aktivensemester; zur Ernennung zum B. musste der krasse Fuchs das Burschenspalier durchlaufen, in dem man ihm Kopfhaare mit Talglichtern und Fidibus zu versengen suchte. Heute sind in einigen Verbindungen (nicht bei Al!) noch Brandungen üblich, allerdings harmloserer Natur.
Breiter Stein Urspr. Bezeichnung für den Bürgersteig. Im 18. und 19. Jahrhundert nahmen die Burschen es als ihr natürliches Vorrecht in Anspruch, gegenüber Füxen und Bürgern den Vortritt zu haben. Zwischen den einzelnen Verbindungen gab es um die Frage, welcher Verbindung der Vortritt gebühre, oft Auseinandersetzungen (vgl. die dritte Strophe des Liedes "O alte Burschenherrlichkeit...")
Buchse boshaft für `Burschenschafter'
Bundesbruder Anrede für ein anderes Mitglied der eigenen Verbindung
Bursche vollberechtigtes Verbindungsmitglied
Nach der Fuchsenzeit und bestandener Burschenprüfung erfolgt in entsprechender Form die Burschung.
Aktive Burschen sind vollberechtigte und vollverpflichtete Mitglieder der Verbindung. Inaktive Burschen sind vollberechtigte, aber nicht mehr vollverpflichtete Mitglieder der Verbindung.
Burschensalon Die Sitzreihe auf Kneipen, in der nur Burschen und AHAH sitzen, gegenüber dem Fuchsenstall; früher wurde auf Kneipen die Sitzordnung streng eingehalten.
burschikos nach Burschen Art; zusammengesetzt mit der griechischen Adverbialendung -os
Burschung (Promotion) feierliche, endgültige Aufnahme als Bursche.
Burse studentisches Konviktsgebäude. Aus diesem Begriff leitet sich die Bezeichnung Bursche ab.
Cantus lat.: Lied. Bezeichnung für die auf Kneipen gesungenen Lieder.
Cartellversammlung oberstes und beschliessendes Organ
Cerevis schirmlose Kappe, die zum Wichs getragen wird.
cerevisia lat.: Bier
Charge Amt, Ehrenstelle. Bezeichnung für die Führungsämter einer Verbindung.
Chargia auch: Chargenkabinett. Aktiven-Vorstand
Chargieren Vertreten der Verbindung als offizielle Vertreter (in Wichs), vor allem bei Kommersen. Beachte: Chargierte müssen keine Chargen sein.
Colloquium Pause auf Kommersen, Kneipen, in denen das Silentium aufgehoben ist
Comment frz.: wie. Regularium und Glossar für bestimmte Formen des studentischen Brauchtums und Gemeinschaftslebens. Früher streng normativ, heute eher deskriptiv. Es gibt den allgemeinen deutschen Biercomment als Kneipcomment, sowie Couleurcomment, Fechtcomment, etc.
Comment, frz. "Wie ?" Bezeichnung des studentischen Brauchtums. Der erste Comment für das so genannte "Commersieren" entstand um 1650. Er regelte zunächst nur Formelles, wurde mit der Zeit aus Sitte, Haltung, Veranstaltungen, Regelung von Streitigkeiten er weitert und erhielt damit erzieherische Bestandteile. Es gibt zunächst einen allgemeinen, deutschen Burschencomment, der die für einen honorigen Burschen geltenden Lebensregeln und Umgangsformen festlegt; er ist überall weitgehend gleich. Der spezielle Comment ist nach Hochschule und Verband unter Umständen sehr unterschiedlich, wie er auch im Laufe der Zeit Veränderungen erfährt.
Aus dem Comment ergeben sich Verhaltens- und Handlungskonventionen die sich fast ausschliesslich auf verbindungsinterne Dinge beziehen. Sie dienen zur Ausbildung des Gemeinsamen und des Gemeinsinnes.
Der Comment bildet somit den Rahmen des förmlichen Miteinanders. Alte Herren unterliegen grundsätzlich nicht dem Comment, sind aber in entsprechender Weise auf ein mögliches Fehlverhalten hinzuweisen.
Consenior Stellvertreter des Seniors, für gesellschaftliche Veranstaltungen zuständig (Frauen, Parties, Alkohol)
Contrarium Präside des Burschensalons, bzw. des Fuchsenstalles bei einer Kneipe
Convent beschliessende Mitgliederversammlung einer Verbindung
Corona Kommers-/ Kneipgesellschaft
Couleur Bezeichnung für die Verbindungsfarben; "in vollem Couleur" = Band und Mütze
Couleurdame Befreundete Dame, die regelmässig zu Veranstaltungen eingeladen wird.
Couleurname auch Biername, siehe ‘Vulgo’.
Crambambuli mächtiges Gebräu, vergleichbar mit Feuerzangenbowle. Der Name ist vermutlich österreichischer Herkunft.
Curry boshaft für `Corpsstudent'
Damenflor Gesamtheit der bei einer Veranstaltung anwesenden (Couleur-) Damen
Dechargierung Entlastung einer Charge am Ende ihrer Amtszeit durch den Convent
Dimission Entlassung. Ausschluss eines Verbindungsmitgliedes durch Conventsbeschluss
Dimitrios Jemand, den es zu dimitieren gilt (Neologismus).
Drachenfels Scherzhafte Bezeichnung für die abgesonderten (Balkon, Empore) Damenplätze bei einem Kommers; heute nur noch bei wenigen Verbindungen üblich.
Duzcomment Besonderheit der katholischen Korporationsverbände; bedeutet, dass alle Verbandsangehörigen einander duzen ohne Unterschied von Alter und Status.
einpauken 1. ,sich in eine Kneiprunde e." = ein bestimmtes Quantum Bier trinken 2. sich auf eine scharfe Mensur vorbereiten.
Exklusion Strafweise endgültiger Ausschluss aus der Verbindung. Der Exkludierte kann keinem KV-Verein mehr beitreten.
Farben Als Verbindungsfarben sind festgelegt: rot-weiss-blau.
Farben unterscheiden sich in Kopffarbe, Leibfarbe, Schenkelfarbe
Sie werden von oben nach unten bzw. von rechts nach links gelesen. Genau in dieser Anordnung werden Farben, Banner, Kerzen etc. aufgestellt bzw. aufgehängt.
Farbentragen Das Tragen von Band und Mütze in den Verbindungsfarben wird als Farbentragen bezeichnet. Von vielen wird bereits das Tragen von Band darunter verstanden.
Fax Hausmeister auf einem Verbindungshaus
fiducit "Vertraue darauf! Es gelte!" vom lat. ,fiducia sit!"; Erwiderung auf den Zuruf ,schmollis!"
Fidulität Vergnügliches, ungezwungenes Beisammensein ohne bestimmte Regeln und Programm.
Finken auch Kamele, Wilde, Nachtstühle. Heute ungebräuchliche Bezeichnungen für die nichtkorporierten Studenten. Vor 1935 waren die Finken in der so genannten Deutschen Finkenschaft (grüne Kopfcouleur) zusammengeschlossen, um ihre Interessen gegenüber der Übermacht der Korporationen besser vertreten zu können.
Flaus Kneipjacke, wie sie von Bierfüchsen getragen wird.
Ursprünglich bedeutet dieses Wort Flausch, Wolle oder wollener Rock. Es stammt eventuell aus dem Wort Vlies. Im Hochdeutschen gibt es das Wort seit ca. 1750, als es von Studenten aus Halle für den bequemen Überrock verwendet wurde. Der Flaus ist fast identisch mit der Pekesche, wird aber teilweise auch als Kneipjacke für Fuxen verwendet.
Fuchs auf Probe aufgenommenes Verbindungsmitglied. Oft wird unterschieden zwischen dem krassen Fuchs (1. Semester) und dem Brandfuchs (2. Semester)
Die ordentliche Mitgliedschaft in einer Verbindung wird durch die Aufnahme als Fuchs erworben. Über die Aufnahme entscheidet nach der Einreichung eines Aufnahmegesuches mit Lebenslauf der AC. Die Rezeption erfolgt in festgelegter Form. Füchse sind neu eingetretene, vollverpflichtete aber noch nicht voll berechtigte aktive Mitglieder.
Speefuchs: interessierter Gast, noch kein Mitglied!
Krassfuchs: Fuchs des 1. Couleursemesters
Brandfuchs: Fuchs nach dem 1. Semester
Fuchsmajor Für Werbung von Neumitgliedern zuständig (keilen) sowie für die Erziehung der Füxe im Geiste der Verbindungsprinzipien
Fuchsenstall (Fuchsia) Gemeinschaft der Füchse in einer Verbindung
Fux siehe Fuchs
Gemäss auch: Kanne. Bezeichnung für ein Trinkgefäss.
geschenkt Erlaubnis, ein bestimmtes Strafquantum nicht austrinken zu müssen; wer das nicht nötig hat, erwidert ,N. lässt sich nichts schenken", und trinkt trotzdem sein Glas leer. "Geschenkt!" hat durch Gerald Kneissles forsche Aussprache bei Al! neue Popularität erlangt.
geziemend beliebte Vokabel für "angemessen, genügend, gehörig, ordentlich"
Hochoffiz erster und feierlichster Teil eines Kommerses, einer Kneipe
Inaktiver vollberechtigtes, jedoch nicht mehr vollverpflichtetes Mitglied.
Inoffiz letzter und (hoffentlich) lustigster Teil einer Kneipe
Karzer Kerker der Hochschule
Keiland umworbenes (bekeiltes) potentielles Neumitglied einer Verbindung (siehe auch Spefux).
Keilen jmd. für die Verbindung gewinnen; ursprünglich: erhaschen, ergaunern
Kletterbuchse boshaft für ‘Turnerschafter’
Kneipe Traditionelle studentische Veranstaltung mit geregeltem Ablauf (Comment), bei der eine ritualisierte Form des Trinkens mit Gesang, Reden und humoristischen Einlagen verbunden wird.
Kommers Öffentliche Veranstaltung, die gemäss dem Comment abgehalten wird, feierlichste und grösste Form der studentischen Kneipe, bei der i.d.R. chargiert wird.
Kontrahent Beteiligter an einem Zweikampf
Kontrapräsidium auch ,Kontra", siehe Contrarium
Korporation lat.: Körperschaft. Oberbegriff für alle Arten studentischer Verbindungen.
krass rauh, ungeschliffen
Landesvater feierliche, vaterländische Zeremonie, die in schlagenden Verbindungen üblich ist. Zur Bekräftigung des Burscheneides und der bundesbrüderlichen Verbundenheit werden die Mützen durchstochen, während die Corona das Lied ,Landesvater, Schutz und Rater..." singt.
Landser boshaft für `Landsmannschaftler'
Leibbursche (auch Biervater), wird vom Neumitglied aus den ordentlichen Burschen erwählt. Der Leibvater soll die Integration seines Schützlings betreuen und dessen Interessen im BC vertreten, bis dieser selbst Sitz und Stimme hat.
Leibfuchs `Schützling' eines Burschen, siehe `Leibbursche'
Mensur Ritualisierte Form des Zweikampfes unter Akademikern mit scharfen Fechtwaffen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts die bis dahin üblichen Duelle alten Stils ablöste. Die schlagenden Verbindungen sehen in der so genannten Bestimmungsmensur ein wichtiges Element der Charakterbildung.
Mütze Studentische Kopfbedeckung in den Farben der Verbindung. (siehe auch ‘Tönnchen’, ‘Stürmer’ und ‘Barett’). Seit 1820 verwendet. Wird auch in geschlossenen Räumen getragen! Grundsätzlich wird die Mütze abgenommen bei:
Gruss,
Nationalhymne, Bundeslied, Farben- und Burschenlied,
Salamander,
Einzug der Chargen,
hochoffiziellen Handlungen,
in Kirchen, bei Prozessionen,
schwerer körperliche Arbeit.
Offizium zweiter Teil eines Kommerses / einer Kneipe
Papst Sanitärartikel, in den erbrochen werden darf, meist flankiert von Haltegriffen
Pauken Einüben der Mensurhiebe
p.c. `personelle contrage', neuerdings auch `political correctness'
Pekesche Jacke beim Vollwichs
Pennalie (von lat. penna - die Feder) Schülerverbindung, auch Pennalverbindung
Pennalismus auch Vexation und Deposition genannt: Bezeichnung für den mit schikanöser Behandlung an den Hochschulen einhergehende Initiationsritus der Erstsemester vom 14. bis 17. Jhdt. als offizieller Universitätsakt (= Deposition). In den von der Universität unabhängigen Landsmannschaften hiess die Behandlung der Neulinge Pennalismus, so genannt nach dem 'Pennaljahr' (vergleichbar mit der Fuxenzeit), welches sie absolvieren mussten und in dem sie zu den älteren Studenten in einem Abhängigkeitsverhältnis standen. Höhepunkt des Pennalismus war die Zeit des Dreissigjährigen Krieges. An angelsächsischen Schulen und Universitäten heute noch als 'fagging' verbreitet; in Frankreich heisst es 'bizutage'.
Philister Angehöriger des Philistertums (Altherrenschaft), also AH; ursprünglich gleichbedeutend mit Spiessbürger, siehe auch 'Alter Herr'
plenis coloribus lat.: mit vollen Farben, d.h. in Vollcouleur
Präsidium Vorsitz bei Conventen, Kommersen und Kneipen
Promotion siehe Burschung
Quästor Kassierer der Aktivitas
Räubercouleur Ursprünglich pejorative Bezeichnung für nichtcouleurfähige Bekleidung; heute meint der Begriff eine saloppe Kleidung, die dennoch mit dem Couleurtragen vereinbar ist.
Rapier urspr. spezielle Schlägerform, heute Synonym für Schläger
Reception (Rezeption) feierliche Aufnahme in den Fuchsenstall.
Salamander feierliche studentische Zeremonie, die anlässlich einer Ehrung ausgeführt wird.
Salonwichs Studentische Tracht, bestehend aus schwarzem Anzug (o.Ä.), Scherpe, Barrett, Handschuhen und silbergrauer (bei Trauerfällen schwarze) Krawatte (siehe auch 'Vollwichs' und 'Wichs').
satis lat. Es ist genug.
Schärpe Sie ist in den Farben der Verbindung gehalten und wird wie das Band über diesem von der rechten Schulter zur linken Hüfte getragen.
Schläger Der Schläger ist eine studentische Fechtwaffe mit gerader Klinge in verschiedenen Ausführungen, wie z.B. Korb-, Glocken-, Mensur- und Kneipschläger.
Senior Höchste Charge, "Vorstandsvorsitzender" der Aktivitas.
Satisfaktion `Genugtuung', wird bei Schlitzern durch Mensur/Zweikampf erlangt.
Schläger Studentische Fechtwaffe, auch zur Repräsentation bei Kneipen, Kommersen.
Schlitzer boshaft für schlagende Verbindungsstudenten
Schmiss Mensurwunde, bzw. die zurückbleibende Narbe, vermutlich mit halluzinogener Wirkung: lässt glauben, ein "richtiger Mann" zu sein.
Schmollis Dieser Ausdruck wird verwandt als Zuruf zum Bruderschaftstrinken. ,Ein Schmollis, Ihr Brüder!" wird beantwortet mit ,Fiducit!" Der Begriff Schmollis soll angeblich ursprünglich für ein Getränk stehen.
Scriptor Schriftführer
Silentium Schweigegebot für die Corona auf Kneipen und Kommersen, damit der jeweilige Wortführer verstehbar ist.
Sistierung Auflösung einer Verbindung
Spefux (Spähfuchs) Interessent an der Verbindung; potentielles Neumitglied. (siehe auch Keilandi)
Spuz `Spazieren und Zechen', Ausflug mit feuchtfröhlichem Verlauf oder Ende.
steil ganz besonders die couleurstudentischen Spielregeln und -gesetze befolgend.
Stiftungsfest Jährlich stattfindende 'Geburtstagsfeier' einer Verbindung
Stoff Bier. Bei Al! zählt auch Wein und Most zum commentfähigen Stoff.
Stulpe weisse Manschetten an den Handschuhen des Vollwichs
Stürmer Kopfbedeckung, auch genannt "Elefantenpariser"
Stuz `Stochern und Zechen', siehe 'Spuz'
Territorialbuchse siehe ‘Landser’
Tönnchen Hinterhauptcouleur; in farbentragenden Verbindungen nur für Inaktive und AHAH
turp Neologismus aus lat.: turpis - hässlich und tumb (nach Johannes Stoll).
Vollcouleur Mütze, Band Zipfel wird bei allen ho, o, io Veranstaltungen getragen.
siehe ‘Couleur’
Vollwichs Meist beim Chargieren getragene studentische Tracht (siehe 'Wichs') , meist bestehend aus Barett, Pekesche, Stulpen, Handschuhe, Scherpe, Stulpenstiefel, oft mit Schläger, auch bei Nichtschlagenden.
Vorort Die geschäftsführende Verbindung eines Korporationsverbandes.
Vulgo andere Bezeichnung für Biername; schreibt man den Vulgo hinter den bürgerlichen Namen, so setzt man dazwischen "v/o" bzw. "v."
Waffenring Zusammenschluss mehrerer oder aller schlagenden Verbindungen eines Hochschulortes, der für den örtlichen Fechtcomment und die Vereinbarung der Partien zuständig ist.
Wappen Die studentischen Vereinigungen legen sich seit langer Zeit Sinnbilder, Symbole oder Wappen zu. Die letzteren, in Anlehnung an Adelsvorbilder entstanden, entsprechen selten den Regeln der Heraldik, sondern gehen unbekümmert Wege, die ihren besonderen Zwecken entsprechen.
Wichs "mit Wachs glänzend gemacht"
Ursprünglich Festkleidung der Studenten, die heute nur noch bei Kneipen und Kommersen Verwendung findet. Die heutige Form der Wichs entstand um 1830, als die Studenten aus Sympathie für den polnischen Freiheitskampf gegen Russland die polnische Ulanen-Uniform übernahmen; sie ersetzte die auf die Urburschenschaft zurückgehende so genannte altdeutsche Tracht. Heute wird zwischen (siehe) 'Vollwichs' und (siehe) 'Salonwichs' unterschieden. Alamannia chargiert seit dem 2. Weltkrieg in Salonwichs.
Vollwichs: Cerevis, Pekesche (Flaus), Schärpe, weisse Hose, Stiefelschäfte mit schwarzen Schuhen, Schläger mit Gehänge, Stulpen (Fechthandschuhe), Bänder, Zipfel
Salonwichs: Cerevis, Schärpe, Schläger, Bänder, Zipfel
Zipfel Ursprünglich an der Taschenuhr getragenes Anhängsel in Verbindungsfarben. Man unterscheidet nach der Grösse Bier-, Wein-, Sekt-, und Schnapszipfel. Der Tausch von Zipeln soll ein besonderes freundschaftliches Verhältnis dokumentieren oder an ein gemeinsames Erlebnis erinnern. Heute trägt man die Zipfel am Gürtel.
Zirkel Seit 1783 wurden Zirkel als Geheimzeichen von Orden und Corps gebraucht. In der Regel wurden die Buchstaben F, C und V verwendet, sowie die Anfangsbuchstaben der Verbindung. In Abhängigkeit der Zeit veränderte sich ihre Bedeutung zu dem heute noch gültigen" Vivat, crescat, floreat" (der Bund möge leben). Der Zirkel enthält das Ausrufezeichen für eine existierende Aktivitas.
Kennzeichen einer Verbindung, meist bestehend aus Anfangsbuchstaben des Verbindungsnamens und den Buchstaben v, c und f, die für "vivat crescat, floreat" stehen. Der Zirkel symbolisiert (vor allem bei Unterschriften) die Zugehörigkeit zur Verbindung, das Ausrufezeichen zeigt das Bestehen einer Aktivitas an.

Ein weiterer Überblick:

 

ALTER HERR: Mitglied einer Studentenverbindung nach Abschluss des Studiums. Früher auch Philister genannt. Erst ab ca. 1860 kam die Bezeichnung Alter Herr auf, um der damaligen spiessbürgerlichen Nebenbedeutung des Begriffes Philister die Würde des Alters entgegenzusetzen. Die Alten Herren tragen zum Verbindungsleben im wesentlichen als fördernde und beratende Mitglieder bei und sorgen für die Kontinuität des Korporationsgedanken.
BAND:

Schmale Schärpe, ca. 28mm breit, in den Verbindungsfarben, wird als äusseres Zeichen der Zugehörigkeit zu einer (farbentragenden) Verbindung getragen (über die rechte Schulter zur linken Hüfte, zum Frack auch horizontal). Bestandteil des Couleurs. Symbolisiert das Eintreten für die Prinzipien der Verbindung und das "Freundschaftsband", das alle Gleichgesinnten umschlingt. Füchse haben im Unterschied zu Burschen ein in der Regel nur zweifarbiges Band (zweistreifig oder dreistreifig mit Wiederholung einer Farbe).

BIER:

 

(lat. biber = Trank) Beliebtes studentisches Getränk, aus dem germanischen Met durch Beigabe von Hopfen entwickelt. (Kneipe)

 

BIERFAMILIE: Leibbursche
BIEREHRLICH: Vollberechtigte Kneipperson. (Kneipe)
BIERNAME: Couleurname
BIERNAGEL: Ziernagel auf den Einbänden eines Buches zum Schutz desselben gegen Nässe auf den Tischen... (Kneipe)

 

BIERORGEL: Klavier
BIERTONNE: Mütze
BIERVERSCHISS: Verweis eines Kneipmitgliedes durch das Präsidium. (Kneipe)
BIERZIPF:  Breite Form des Zipf s. Leibbursche
BLUME: Bezeichnung für die Schaumkrone eines frischen Bieres.
BURSCHE: Vollberechtigtes Mitglied einer Verbindung im Gegensatz zum Fuchs. Nach der Fuchsenzeit wird ein Mitglied durch eine feierliche Zeremonie (Burschung) unter Ableistung eines Burscheneides zum vollberechtigten Mitglied erklärt.

 

CEREVIS: Mütze, Vollwichs
CHARGE, CHARGIERTE: Die Charge (frz.: Bürde eines Amtes) ist ein Vorstandsamt in einer Verbindung. Anzahl und die Bezeichnungen sind je nach Art der Verbindung unterschiedlich. Es gibt: Senior als "Obmann" als höchster Repräsentant einer Verbindung mit Richtlinienkompetenz bei der Gestaltung des Budenlebens. Des Weiteren: Consenior, Schriftführer, Kassier und Fuchsmajor. Als Amtskürzel werden Kreuze gebraucht x für Senior, ... FM für Fuchsmajor. Jedes Semester werden die Chargen durch den Burschenconvent neu besetzt. Der Amtsinhaber einer Charge wird als Chargierter bezeichnet. Als Chargieren wird das Auftreten von (meist) drei Mitgliedern einer Verbindung zu besonderen feierlichen Veranstaltungen im Vollwichs bezeichnet.
COMMENT: (frz. "wie") Regularium und Glossar für bestimmte Formen des studentischen Brauchtums und Gemeinschaftslebens. Früher streng normativ, heute eher deskriptiv.

 

CONVENT: Beratendes und beschlussfassendes Organ einer Verbindung als Ausdruck des demokratischen Prinzips.
CORONA: Teilnehmerkreis, gesellige Runde bei einer Kneipe.
COULEUR: Die Farben einer Verbindung als äusseres Zeichen derselben. Bestandteile sind Band, Zipf und Mütze.
COULEURNAME: (auch Biername) Interner Name eines Mitgliedes, entstanden in Zeiten, in denen Verbindungen verboten waren.
COULEURDAME: Bei einer Verbindung offiziell annoncierte Dame, die regelmässig zu Veranstaltungen eingeladen wird.
DIMISSION: Entlassung eines Mitgliedes auf Zeit oder auf Dauer.

 

FUCHS: Neues Mitglied einer Verbindung. Während der meist zweisemestrigen Fuxenzeit hat das neue Mitglied die Gelegenheit, das Verbindungsleben und die anderen Mitglieder kennen zu lernen. Danach wird er geburscht. Bei einigen Verbindungen gibt es die Unterscheidung zwischen dem Krassfuchsen im 1. Semester und dem Brandfuchsen im 2. Semester.
KEILEN: Das Werben neuer Mitglieder.
KNEIPE: Traditionelle Feier im studentischen Leben, die nach bestimmten Ritualen (Comment) mit Gesang, Reden und Zeremonien gestaltet wird. Die Kneipe gliedert sich zeitlich in Offizium (feierlicher Teil mit Receptionen etc.) und Inoffizium (lockerer mit Zipfetausch, etc.). Räumlich gliedert sie sich in Präsidium, Burschensalon und Fuchsenstall mit Contrarium. Eine besonders feierliche Variante der Kneipe ist der Kommers. Während der Reden und Zeremonien herrscht Silentium (Ruhe), dazwischen Kolloquium (Gespräch).
KOMMERS: Kneipe
KOMMERSBUCH: Studentisches Liederbuch, auch Bierbibel, Bierprügel, Liederprügel.
LANDESVATER: Seit dem 18. Jahrhundert üblicher Brauch, bei dem die Mützen auf den Schläger aufgespiesst werden. Früher als Bekenntnis zu Landesvater und Vaterland, heute mehr Bekräftigung des Burscheneides.
LEIBBURSCHE, LEIBFUCHS: In der Regel wählt sich ein Fuchs einen Burschen, mit dem er besonders gut befreundet ist, der ihn dann in Verbindungsangelegenheiten berät. Hieraus entwickeln sich dann ganze "Bierfamilien".
MÜTZE: Studentische Kopfbedeckung in den Farben der Verbindung. Am weitesten verbreitet ist die Schirmmütze (Deckel) in verschiedenen Varianten. Sonderformen sind das mit Zirkel etc. bestickte schirmlose Tönnchen (Biertonne, und besonders reich verziert: das Cerevis, oft Bestandteil des Vollwichs) und der Stürmer, aus der Jakobinermütze entwickelt, bei der sich das hohe, sich verjüngende Oberteil nach vorne auf den Schirm weist.
REZEPTION: Aufnahme eines Fuchsen
SALAMANDER: Festliche Trinkzeremonie zu bestimmten Anlässen, meist zur Ehrung einer Persönlichkeit.
SCHLÄGER: Studentische Waffe zur Repräsentation am Vollwichs.
STIFTUNGSFEST: Feier anlässlich des Jahrestages der Gründung einer Verbindung.
STOFF: Bezeichnung für Bier.
STÜRMER: Mütze
TEMPUS: Pause
VULGO: (lat. beim Volk) mit v. oder v/o abgekürzt zwischen bürgerlichem Namen und Couleurnamen gesetzt, auch Begriff für Couleurname selbst.
WICHS: (abgeleitet von Wichse als Lederputzmittel) Besonderes studentisches Festgewand, dass von den Chargierten bei besonderen Anlässen getragen wird. Der Vollwichs besteht aus Cerevis (Barett, besonders verzierte Kopfbedeckung), Band, Schärpe, Flaus (verzierte Jacke), weisser Stiefelhose, schwarze Schaftstiefel, weissen Stulpenhandschuhen und Schläger. Halbwichs ist ein Flaus mit schwarzer Anzughose. Weisse Hose und Schläger sind mittelalterliche Symbole des freien Mannes, der Flaus ist Symbol der Gegnerschaft zur französischen Besatzung.
ZIPF: Schmuckanhänger aus einem Stück Couleurband und einem Schieber mit Wappen, Zirkel und Widmung. Wird zu verschiedenen Anlässen getauscht. z.B. zwischen Leibbursche und Leibfuchs, oder bei besonderen Freundschaften zwischen Korporierten.
ZIRKEL: Symbol einer Verbindung. Enthält in der Regel die Anfangsbuchstaben des Verbindungsnamens und des Wahlspruches der Verbindung. Der Zirkel wird hinter die Unterschrift gesetzt und auf Couleurgegenständen verwendet.